KGS Clenze und Henning Mankell

 

Juni 2016

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die Plakatentwürfe des 10. Klasse Kunstkurses vom letzten Schuljahr!

man darf gespannt sein, welcher Entwurf zum Plakat werden wird um im Oktober in den Schaufenstern von Lüchow-Dannenberg für die Premiere des Theaterstückes zu werben …

Die Regisseurin und die Bühnen und Kostümbildnerin haben schon einen Favoriten.

 

Veranstaltung der KURVE  Wustrow – Bildungs und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V. am 6. Juni 2016 in der KGS Clenze

In Vorbereitung auf das Theaterstück hatte ich die Idee, vor den Sommerferien einen Workshop zum Thema Gewalt/ Verführbarkeit zu veranstalten und richtete eine Anfrage an die KURVE Wustrow.

Von dort gab es sofort Interesse daran und eine sehr unkomplizierte und freundliche Zusammenarbeit.   Ich telefonierte und schrieb  mit Caren Niemann, die zu der Zeit Praktikantin bei der Kurve war und wir trafen uns, um die Stunde vorzubereiten.

Am 6. Juni 2016 war es soweit, Caren kam nachmittags in die Klasse.

Teilnehmende waren Schüler aus dem 9. und 10. Jahrgang  der Abteilung Darstellendes Spiel.

Sie stellte den Schülerinnen und Schülern vor, was sie an diesem Nachmittag geplant hatte. Dann sprach sie mit allen über Gewalt und was Gewalt für jeden Einzelnen bedeutet: unterschiedlich waren die Antworten darauf, körperliche Gewalt spielte allerdings immer eine Rolle.

Es sollte keine trockene Veranstaltung werden – Caren wollte mit Standbildern arbeiten – die Schülerinnen und Schüler sollten in Bewegung und in Aktion kommen. So lässt sich intensiver mit diesem schwierigen Thema umgehen und was man selbst „erfahren“ hat, bleibt länger und anders im Gedächtnis.

Eine der Aufgaben:

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Gruppen wurden gebildet und alle hatten Zeit, um ihre Aufgaben durchzusprechen und  die Bilder zu planen.

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Dann hatten die einzelnen Gruppen Gelegenheit, ihre Szenen/Bilder zu zeigen und gemeinsam wurde darüber gesprochen.

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Es wurde versucht, die Situationen zu analysieren:

  • wie kam es zu der Situation?
  • wer war beteiligt?
  • wer war das Opfer?
  •  und warum?
  •  wer versuchte, die Situation zu entschärfen?
  • wer griff aktiv ein?
  • wer war  nur „Zuschauer“
  • wie fühlten sich die Beteiligten in ihrer jeweiligen Rolle?
  • Dann wurde diskutiert, wie man diese Gewaltsituation hätte vermeiden können.
  • Wäre es überhaupt möglich gewesen, eine solche Situation zu vermeiden und wenn ja, was hätten die Beteiligten tun können bzw. wie hätten sie anders handeln können?

Dazu konnten die Jugendlichen ihre jeweiligen Standbilder verändern.

Sie konnten sich in andere Positionen begeben, ihre Rolle verändern.

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Und sie konnten danach berichten, wie sie sich nun fühlten.

Für die meisten Jugendlichen war es hilfreich, solche extremen und schwierigen Situationen einmal durchzuspielen.Die Zeit endete mit einem Gespräch darüber, wie und ob  es möglich ist, solche Konfliktmomente zu vermeiden oder zu entschärfen.

Danke an Caren und die KURVE Wustrow!