Bericht: Besuch der Theaterprobe am 13.9.2016

Bericht: Besuch der Theaterprobe am 13. September 2016

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Unser Besuch bei der Theaterprobe war voller Highlights. Wir haben Einblicke in die Proben zu Henning Mankells Stück „Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson“ bekommen, das wir seit August im Deutschunterricht behandeln.

Die Schauspieler spielten ihre bis dahin erarbeiteten Szenen und versuchten sich auch an einem Abschnitt, den sie vorher noch nicht geprobt hatten.

Es gab viele neue Eindrücke und Überraschungen. Zum Beispiel stellte ein weißer Vorhang, der manchmal als Hintergrund diente und manchmal auch durchsichtig war, einen Großteil des Bühnenbildes dar. Die Schauspieler nutzten auch Licht und Schatten, was gut zu dem Stück passt.

Besonders beeindruckt waren wir von den langen, bereits auswendig gelernten Texten der Schauspieler und dem spontanen Umschalten der Schauspieler von Szene zu Szene. Sie konnten ihre Mimik und Gestik von einem auf den anderen Moment verändern. Auch das Aufnehmen und Umsetzen von Tipps und Veränderungen aus der Regie fiel ihnen leicht. Jeder konnte seine Ideen einbringen und alle überlegten zusammen, wie sie das Stück besser machen könnten. Die meisten Schwierigkeiten schienen darin zu liegen, das Schattenspiel mit dem Vorhang zu koordinieren.

Obwohl drei der Hauptdarsteller Abschlussklassen besuchen und viel für die Schule tun müssen, investieren sie viel Zeit in die Vorbereitung der Aufführung.

Das Stück von Henning Mankell hat uns zum Nachdenken über viele Themen veranlasst, zum Beispiel Freundschaft, Schuld, Gewissen, Beeinflussbarkeit und Gewalt. Diese Themen gibt es auch in unserem Alltag. Zum Beispiel machen manche Menschen einen Amoklauf, weil sie sich an der Gesellschaft rächen wollen, in der es ihnen nicht gut geht und in der sie hilflos, allein oder verzweifelt sind – ein bisschen wie Schwalbe. Manche schließen sich auch einer radikalen Gruppe an, weil sie Freunde haben wollen und begehen dort – allein oder gemeinsam mit anderen – Gewalttaten.

Hasse lässt sich immer wieder von Schwalbe einwickeln und ausnutzen. Das funktioniert, weil er Schwalbe als Freund nicht verlieren will und Schwalbe in den Gesprächen der beiden entweder Hasses Einwänden ausweicht, ihn beschuldigt, dumm oder feige zu sein, ihm versichert, alles sei ganz „harmlos“, ihn nicht ausreden lässt oder so tut, als hätten beide GEMEINSAM die “Rache“ geplant. Die beiden sind zwar voneinander abhängig, aber eine richtige Freundschaft ist das nicht.

Hasse sollte helfen und eingreifen, um Aurelias Tod zu verhindern. Doch die meisten Menschen machen es wie er und schauen weg. Aber schuldig macht man sich auch, wenn man Gewalt akzeptiert und nichts unternimmt um zu helfen.

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Wir alle waren der Meinung, dass die Rollen sehr passend besetzt worden sind. Die Probe hat uns gut gefallen und alle hatten Spaß. Wir sind gespannt, wie die Szenen, die wir beobachtet haben, in der Vorstellung gespielt werden und freuen uns auf die Premiere.

(Klasse 8g, KGS Drawehn – Schule Clenze)

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